Alien-Sex und Co.: Anatomik Media dreht Fetisch-Pornos nach Wunsch

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Irre Geschäftsidee: Die beiden US-Amerikaner Dan und Rhiannon bieten Fetisch-Pornos nach Kundenwunsch an – egal, wie ungewöhnlich dieser auch sein mag. Damit bedient das Pärchen ein Nischensegment der Erotikfilmindustrie abseits vom Mainstream.

US-Pärchen verkauft maßgeschneiderte Fetisch-Pornos

Das Internet ist voll von kostenlosen Pornoseiten, die für jede Vorliebe passende Erotik-Clips anbieten – zumindest sollte man das meinen. Denn selbst Fetisch-Pornos sind auf entsprechenden Portalen in Hülle und Fülle zu finden.

Folgende Erkenntnis kommt daher vielleicht etwas überraschend: Aber es gibt tatsächlich spezielle erotische Wünsche, denen so gut wie kein Porno gerecht wird. Weder die auf gratis Pornoseiten noch die auf kostenpflichtigen Premium-Pornoseiten.

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Das US-Pärchen Dan und Rhiannon aus Los Angeles hat sich diese Tatsache zu Nutze gemacht und eine irre Marktlücke entdeckt. Die Rede ist von maßgeschneiderten Pornos nach Kundenwunsch.

Sex von als Aliens verkleideten Menschen, eine Frau mit einer Klatsche auf der Jagd nach Fliegen oder vier Frauen bei einer Essenschlacht – Erotikfilme dieser Art haben Dan und Rhiannon schon zuhauf gedreht. Klingt schräg, aber die Menschen haben zum Teil ziemlich ungewöhnliche und einzigartige Vorstellungen vom perfekten Porno. Und nur von den beiden Amerikanern kriegen sie diese umgesetzt.

(Fast) alle Porno-Wünsche werden erfüllt

Und die Umsetzung erfolgt so individuell wie möglich. Auf customfetishvideos.com, einer zu ihrer Produktionsfirma Anatomik Media gehörenden Website, schreiben Dan und Rhiannon auf die Frage, wie viel der in Auftrag gegebenen Pornos denn wirklich in der Hand der Kunden liegt: „So ziemlich alles! Wie bieten die Möglichkeit, das genau das, was Sie wollen, in Ihren persönlichen Pornofilm eingebaut wird. Das schließt Perspektive, Darsteller, Kleidung, Situation, Dialog, Fetisch, Location und mehr mit ein. Sie können uns Ihr Skript und jedes wichtige Detail einfach zusenden […].“

Weiter heißt es: „Sie können an unserer Videoauswahl sehen, dass wir offen für eine sehr breitgefächerte und wunderbare Welt der Fetische sind. Bei 99 von 100 Wünschen freuen wir uns darauf, diese für Sie realisieren zu dürfen.“

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Es gibt aber auch Wünsche, die Dan und Rhiannon nicht erfüllen. Auf customfetishvideos.com schreiben sie dazu: „Es gibt einige Dinge, die wir aus gesetzlichen Gründen nicht drehen können oder die wir nicht drehen wollen, weil wir uns damit nicht wohl fühlen. Wir verurteilen niemanden für Fetische, für die wir keine Filme produzieren wollen. Es ist schlicht unsere persönliche Entscheidung.“

Heißt: Anfragen nach Pornos mit illegalen Dingen, zum Beispiel mit einer Darstellerin, die minderjährig ist oder vorgeben soll minderjährig zu sein, werden abgelehnt. Darüber hinaus hat das US-Pärchen einige Tabus definiert – etwa sexuelle Spielarten, die mit menschlichen Ausscheidungen zu tun haben. Auch bezüglich BDSM-Praktiken sind die beiden sehr wählerisch.

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Ein bis zwei Monate im Voraus ausgebucht

Wie hat für Dan und Rhiannon eigentlich alles begonnen? Dan hat schon immer seine eigenen Erotikfilme gedreht. Zusammen mit Rhiannon, die zuvor im nicht-pornografischen Animations-Bereich tätig war, begann er dann vor rund zehn Jahren mit seiner Produktionsfirma „Anatomik Media“ den pornografischen Nischenmarkt zu bedienen. Fetisch-Pornos, die sonst nirgendwo anders angeboten werden.

Der Hintergrund dieser zugegebenermaßen ziemlich genialen Idee war es, sich vom riesigen Angebot der kostenlosen Porno-Tube-Seiten abzuheben. Denn Dan wollte weiterhin im Porno-Business arbeiten, rechnete sich aber recht wenig Chancen aus, sich mit Mainstream-Erotikfilmen am Markt zu behaupten. Zu finanzkräftig und einflussreich war die Konkurrenz. Individuelle Fetisch-Pornos waren da genau die Marktlücke, von der er und Rhiannon sich ein Alleinstellungsmerkmal und den Zuspruch seitens einer bestimmten Gruppe von Pornokonsumenten erhofften.

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Und genau diese Hoffnung ist eingetreten. „Anatomik Media“ kann sich vor Anfragen kaum retten und hat Kunden auf der ganzen Welt. Das geht so weit, dass die Produktionsfirma teilweise ein bis zwei Monate im Voraus ausgebucht ist, wie Dan und Rhiannon auf ihrer Homepage schreiben. Dementsprechend kann es auch recht lange dauern, bis Kunden in den Genuss ihres Wunsch-Streifens kommen.

Ansonsten hängt es in erster Linie von dem Porno-Wunsch selbst ab, bis wann dieser erfüllt werden kann. So ist der Dreh mancher Fetisch-Pornos mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Laut Dan und Rhiannon nimmt die Produktion mancher Fetisch-Erotikfilme gerade mal wenige Tage in Anspruch, bei manch anderen vergehen bis zur Fertigstellung hingegen mehrere Wochen.

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Extra-Service: Den Porno auf Disk pressen lassen

Ist ein Porno erst einmal im Kasten, kann ihn der Kunde normalerweise in spätestens fünf Werktagen downloaden. Der entsprechende Link wird per E-Mail zugeschickt.

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Ein besonderer Service, den Dan und Rhiannon zusätzlich anbieten: Den gebuchten Erotikfilm auf DVD mit gestaltetem Cover – natürlich nur gegen einen Aufpreis. Außerdem dauert es aufgrund der Versanddauer eine gewisse Zeit, bis der Kunde den auf Disk gepressten Porno in den Händen hält.

Der Preis variiert von Anfrage zu Anfrage

Was den Preis für einen maßgeschneiderten Porno angeht, lassen sich Dan und Rhiannon nicht wirklich in die Karten schauen. Auf customfetishvideos.com schreiben sie: „Der Preis für ein Video wird von einigen Faktoren bestimmt. Abhängig von der genauen Anfrage, haben wir verschiedene Pakete für jede Art von Budget.“

Im Klartext heißt das, dass der Preis für einen Porno vom Produktionsaufwand und den Unkosten (Darsteller, Requisiten etc.) abhängt. Er variiert erheblich von Anfrage zu Anfrage.

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Wie hoch der Preis im Extremfall tatsächlich mal sein kann, haben Dan und Rhiannon im Interview mit dem News-Portal ladbible.com verraten: „Unser teuerster Film ist noch nicht fertiggestellt, aber er heißt ‚The Bride‘. Er hat einen Cast aus 25 Leuten und kostet rund 30.000 Dollar. Und um ganz ehrlich zu sein: Wir sind wirklich überrascht, dass ein Typ bereit dazu war, so viel Geld auszugeben.“

Dan und Rhiannon können sich also nicht nur über viele Anfragen freuen – der Umsatz pro Porno-Wunsch stimmt ebenfalls, wenn man sich vor Augen führt, wie viel einige Kunden tatsächlich zahlen wollen. Mit ihrem Business scheint das US-Pärchen somit eine Marktlücke entdeckt zu haben, die sich vor allem finanziell richtig lohnt.

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