In diesem neuen Puff gibt es Sexpuppen statt echte Prostituierte

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Dollhaus Speyer Sexpuppen-Puff

Mit Prostitution verbinden viele Leute Zwang, Ausbeutung und Unterdrückung. Doch was ist, wenn man es nicht mit realen Frauen zu tun hat, sondern lediglich mit lebensechten Sexpuppen? Vermutlich spielen diese vermeintlichen Probleme dann keine Rolle mehr. Das könnte der Grund sein, warum sich immer mehr Männer zur Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse in die Hände einer Sexpuppe begeben. Im rheinland-pfälzischen Speyer hat nun das Dollhaus eröffnet, in dem die Besucher gegen Bezahlung die sexuellen Dienste einer Sexpuppe in Anspruch nehmen können.

Das Dollhaus – ein wahr gewordener Männer-Traum?

Wer Sex in all seinen Facetten ausleben möchte, geht dafür gerne mal ins Bordell. Denn als Mann hat man mit privaten Frauen meist nicht die Möglichkeit, die eigenen Bedürfnisse in Gänze erfüllt zu bekommen. Man ist dazu gezwungen, auch auf seine Sexpartnerin Rücksicht zu nehmen. Beim Sex mit Prostituierten ist das jedoch anders. Was die Frauen wollen, spielt da fast keine Rolle. Immerhin bekommen die Huren Geld dafür, dem Mann das sexuelle Paradies auf Erden zu bereiten.

Nichtsdestotrotz gibt es auch beim Sex mit einer Prostituierten Grenzen. Männer erhalten nämlich nur genau die sexuellen Dienstleistungen, die sie vorab bezahlt haben. Mehr gibt es nicht. Zudem ist die Ausübung übermäßiger Gewalt nicht erlaubt, selbst wenn einem dies sexuelle Befriedigung verschaffen würde.

In dem neuen Sexpuppen-Bordell in Speyer ist das jedoch anders. Schließlich haben es die Besucher dort nicht mit echten Frauen zu tun, sondern mit lebensechten Sexpuppen. Und Puppen können sich nun mal nicht gegen bestimmte Sexpraktiken aussprechen oder von einer zu harten Gangart abgeschreckt sein. Da sie nicht aus Fleisch und Blut sind, empfinden sie beim Sex rein gar nichts.

Dollhaus Speyer Sexpuppen

Raphael Abelmann, Inhaber des neuen Sexpuppen-Bordells, sieht in seinem Etablissement daher den wahr gewordenen Traum aller Männer. Gegenüber dem Online-Portal Sputnik.com sagt er über die Vorteile seines Dollhauses: „Der Sex mit einer Puppe ist passiv. Die Puppe macht natürlich nichts. Aber sie gibt auch keine Widerworte oder falsche Illusionen. Man kann seinen Phantasien freien Lauf lassen.“

Sexpuppen dürfen nicht beschädigt werden

Die Besucher des Dollhauses können die Sexpuppen für einen bestimmten Zeitraum buchen. Es gilt: Je länger, desto teurer. Im Gegensatz zu Prostituierten hängt der Preis jedoch nicht von den gebuchten sexuellen Praktiken ab. Denn mit einer Sexpuppe darf ein Kunde alles machen, was ihm gefällt. Es gibt keine Grenzen.

Einzige Bedingung: Die Sexpuppe darf nicht beschädigt werden. Man verpflichtet sich dazu, diese nach dem Gebrauch in einwandfreiem Zustand zurückzugeben. Anderenfalls müsste man die Kosten für eine neue Puppe tragen.

Kritik von Feministinnen an Sexpuppen-Bordellen

Es wird nicht von allen Seiten positiv aufgenommen, dass die Bordellbesucher die Sexpuppen sogar zur Verwirklichung härter Sexfantasien buchen können. Feministinnen sehen darin eine Herabwürdigung der Frau. Dabei spielt es keine Rolle, dass es sich bei Sexpuppen nicht um reale Frauen handelt.

Sexpuppe im Dollhaus in Speyer

Denn, so die Argumentation der Feministinnen, wer eine Sexpuppe wie ein Objekt behandelt, der würde sich in gleicher Weise gegenüber einer echten Frau verhalten. Abelmann kennt diese Kritik, hält davon aber recht wenig. Er gibt zu bedenken, dass ein härterer Umgang mit einer Sexpuppe sogar genau den gegenteiligen Effekt haben könnte. In dem Sputnik-Interview äußert er daher: „Vielleicht ist es gar nicht schlecht, weil es ein Ventil sein kann für manche Männer, dass sie ihren Fantasien freien Lauf lassen und ihre eigene Sexualität ausleben können. Und vielleicht verhindert das eher, dass so etwas an echte Frauen geht.“

Dollhaus setzt auf Hygiene und Schutz

Zwar wird im Dollhaus in Speyer kein Sex mit echten Frauen angeboten, dennoch wird genauso viel wert auf Hygiene und Schutz gelegt wie in jedem anderen Bordell. Daher liegen zum Schutz vor ansteckenden Krankheiten in jedem Zimmer Kondome bereit. Darüber hinaus wird jede Puppe nach dem Gebrauch umfassenden Hygiene-Maßnahmen unterzogen, wie Abelmann berichtet: „Die Puppen werden nach jeder Benutzung innen wie außen komplett mit desinfizierendem Shampoo ausgespült, komplett abgeduscht und abgetrocknet. Sie sind nach jedem Benutzer wie neu.“

Die Besucher haben also die Garantie, dass sie sich in dem Sexpuppen-Bordell in einer keimfreien Umgebung optimal geschützt ihrer sexuellen Lust hingeben können. Da es laut Abelmann zudem bereits Pläne gibt, auch weibliche und transsexuelle Sexpuppen anzubieten, könnte das Dollhaus schon bald nicht mehr nur für heterosexuelle Männer der perfekte Ort für Puppen-Sex sein. Für Frauen und Homosexuelle würde sich ein Besuch in dem Etablissement dann nämlich ebenfalls lohnen.