Sexpuppen vs. Prostituierte – wer ist besser im Bett?

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Sexpuppe vs. Prostituierte

Ob als Anschaffung für das heimische Bett oder zum Vergnügen im Bordell als Alternative zu klassischen Prostituierten: Sexpuppen werden immer beliebter.

Die Puppen von Anbietern wie RealDoll sehen mittlerweile sehr realistisch aus und geben ihren Kunden bzw. Käufern das Gefühl, mit einer echten Frau zu schlafen.

Da es immer mehr Laufhäuser und Bordelle gibt, in denen Freier für eine bestimmte Zeit mit den Sexpuppen intim werden können, stellt sich die Frage: Lohnt sich das? Sind die Puppen „besser“ im Bett als menschliche Prostituierte?

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Die finanzielle Perspektive

Zunächst einmal lässt sich feststellen, dass die Vergnügung mit Sexpuppen im Rotlichtgewerbe meist billiger angeboten wird als die Dienste einer Prostituierten. Der Stundensatz unterscheidet sich oft deutlich.

Allerdings sei erwähnt, dass sich dieser Vergleich vor allem auf (seriöse) Bordelle bezieht. Es gibt bspw. keinen Straßenstrich mit Puppen. Es kann durchaus sein, dass man Straßen-Prostituierte findet, deren Honorar unter dem Preis für die Buchung einer Sexpuppe liegt.

Ein anderer Aspekt ist, dass man einen Menschen niemals „für immer“ kaufen kann. Stammfreier bezahlen ihre angebetete Lieblingsprostituierte bei jedem Date aufs Neue – Preiserhöhungen im Laufe der Zeit sind dabei nicht ausgeschlossen.

Wer Sexpuppen im Bordell besucht, muss ebenfalls bei jedem Treffen den Geldbeutel zücken. Im Gegensatz zu echten Prostituierten besteht aber bei den Puppen auch die Möglichkeit einer einmaligen Anschaffung auf Lebenszeit.

RealDoll-Shop

Die Dolls können in (Online-)Sexshops nach Hause bestellt werden und sind von da an im festen Besitz des Käufers. Das ist bei einer hochwertigen Puppe zwar nicht billig, allerdings spart man sich dann fortan Bordell-Besuche, bei denen man wiederkehrend bezahlen muss.

Einplanen muss man jedoch ein paar Zusatz-Ausgaben, etwa für Reizwäsche und andere Accessoires zur optischen Gestaltung der Puppe sowie für Reinigungsmittel, da die Pflege der Sexpuppe in der Verantwortung des Besitzers liegt.

Wer also regelmäßig Sexpuppen in Bordellen bucht, kommt durch eine einmalige Investition in eine eigene Puppe auf lange Sicht wohl günstiger davon.

Sex wie und wann man möchte?

Hersteller von Sexpuppen werben häufig damit, dass man mit Sexpuppen alle seine Fantasien ausleben kann. Es gibt keine (peinlichen) Verhandlungen über bestimmte Wünsche und Dienstleistungen wie mit einer menschlichen Prostituierten, die ihre Grenzen und Tabus hat.

Zudem sind die Sexpuppen allzeit bereit. Das trifft allerdings nur dann zu, wenn man sich eine Puppe für zuhause kauft. Besucht man sie dagegen in Bordellen, bekommt man hier natürlich auch den Sex mit Puppen nur zu den entsprechenden Öffnungszeiten.

Wer sich eine Sexpuppe für zuhause holt, spart sich zudem den Anfahrtsweg zum Freudenhaus und muss seine Liebste nicht mit anderen Freiern teilen.

Außerdem kann man sich dann so lange man möchte mit der eigenen Puppe austoben, während in Bordellen beim Sex mit Puppen und Prostituierten jede extra-Minute bezahlt werden muss.

Puppen ohne Erwartungen für jedermann

Beim Sex mit einer Puppe braucht man sich nicht darum zu sorgen, ob es der Puppe gefällt oder nicht. Sie stellt keine Erwartungen an den Sexualakt und passt sich gänzlich den Vorlieben ihres Nutzers an.

Dadurch ist Sex komplett ohne Leistungsdruck möglich. Der Sexpuppen-Besitzer bzw. -Kunde macht Pausen wann er Lust hat und wird wilder oder langsamer beim Sex, wie es ihm gerade beliebt. Auch die Sexstellungen wählt allein er aus.

Sexpuppe

Besonders schüchterne Männer, die sich nicht trauen ihrem Sexpartner ihre Wünsche zu artikulieren, dürfte das zusagen. Vielen ist es zudem unangenehm, überhaupt ein Bordell aufzusuchen – besitzt man eine eigene Sexpuppe, ist der Ausflug ins Rotlichtgewerbe nicht notwendig.

Aber auch solchen Männern, die beispielsweise stark unter Leistungsdruck leiden oder aufgrund von körperlichen Einschränkungen nicht immer ihre gewünschte Leistung im Bett erbringen können, dürfte die nicht vorhandene Erwartungshaltung von Sexpuppen gefallen.

Es gibt zudem Männer, die extrem negative Erfahrungen mit Frauen gesammelt haben, zum Beispiel indem sie einen Korb kassiert haben. Auch mit Prostituierten kann es prägende Negativ-Erlebnisse geben, beispielsweise dass die Liebesdienstleisterin ihren Freier abzockt. Solche Erfahrungen bleiben Sexpuppen-Nutzern erspart.

Letztendlich nimmt das Schweigen der Puppen den Druck aus dem Sex. Es wird kein negatives Feedback geben, man erhält niemals eine Abfuhr und es wird auch nichts geschehen, was man nicht möchte.

Und das Beste: Bei Sexpuppen darf jeder ran – egal, wie gut er im Bett ist und welche (perversen) Vorlieben er hat.

Krankheitsübertragung bei Prostituierten

Auch wenn durch das Prostituiertenschutzgesetz in Deutschland gesundheitssichernde Maßnahmen wie die Kondompflicht herrschen und die meisten Dienstleisterinnen im horizontalen Gewerbe sehr auf ihre Hygiene, Gesundheit und Safer Sex achten: Schwarze Schafe gibt es immer.

Wenn beim Besuch einer Prostituierten einmal das Kondom platzt, dann sind Freier alarmiert und verunsichert. Schließlich kennen sie die Dame nicht persönlich und wissen nicht, ob sie vielleicht mit ansteckenden Krankheiten infiziert ist.

Prostituierte

Bei einer eigenen Sexpuppe müsste man sich darüber keine Sorgen machen, sofern man sie nicht mit anderen Männern teilt. Reist das Kondom beim Besuch einer Bordell-Puppe, wäre die Ansteckungsgefahr von Geschlechtskrankheiten dann gegeben, wenn die Bordellbesitzer die Puppe nicht ausreichend vorab gereinigt und desinfiziert haben.

Wer eine eigene Sexpuppe besitzt, der kann deren herausnehmbare Einsätze an den intimen Stellen ganz einfach selbst reinigen. Der Besitzer hat die komplette Hygiene in den eigenen Händen, so kann er auch die Haare seiner Puppe regelmäßig waschen.

Was Puppen einfach niemals leisten können

Bei all den positiven Aspekten von Sexpuppen, gibt es doch einiges, was man nur von einer menschlichen Prostituierten erfüllt bekommt.

Da wäre zum einen die Tatsache, dass mit einer Puppe keinerlei zwischenmenschliche Interaktion möglich ist. Jegliches Szenario in diese Richtung spielt sich ausschließlich im Kopf des Besitzers ab.

Während viele Prostituierte gute Gesprächspartner für Themen und Probleme aller Art sind, bleiben Sexpuppen still und können allenfalls die Rolle der stummen Zuhörerin einnehmen.

Ein anderer Punkt ist, dass die Sexpuppen zwar alles mitmachen, allerdings muss der Mann dabei immer den aktiven Part einnehmen. Die Puppe muss für jede gewünschte Stellung entsprechend positioniert und für jede Streicheleinheit oder Berührung vom Nutzer bewegt werden.

Massieren kann die Puppe gar nicht und auch bei Fetischen wie Natursekt oder Trampling stößt man mit Puppen schnell an Grenzen.

Wer sich zudem eine eigene Sexpuppe zulegt, der muss besonders sensibel beim Liebesakt vorgehen, damit sie nicht kaputte geht. Die Silikon-Haut und dünnen Gelenke sind bei starken Belastungen sehr anfällig – und Puppen können im Gegensatz zu Menschen nicht kommunizieren, wenn man ihnen „wehtut“.

Fazit

Sexpuppen können sexuelle Fantasien wahrmachen, zu denen Prostituierte womöglich nicht bereit wären. Zudem sind sie in Sachen Hygiene und Gesundheit die erste Wahl und durch den Kauf einer Puppe entgeht man den Negativerscheinungen im horizontalen Gewerbe.

Die Puppen von RealDoll und anderen Herstellern sehen Menschen mittlerweile sehr ähnlich und rein optisch könnte man denken, dass man mit einer echten Frau Sex hat.

Allerdings ist Optik nicht alles.

Der fehlende zwischenmenschliche Kontakt und die Tatsache, dass die Puppen sich nicht aktiv am Sex beteiligen, könnte für viele Männer das Aufkommen von erotischer Stimmung erschweren.

Wer sich also auch mal fallen und verwöhnen lassen möchte, der sollte besser eine Prostituierte aufsuchen. Dass diese sich aktiv um ihre Freier mit einem vielseitigen Service „kümmern“, rechtfertigt auch ihr im Vergleich mit den Sexpuppen höheres Honorar.