Wegen Coronavirus: Pornostudios stellen Dreharbeiten ein

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Leere Straßen, abgesagte Veranstaltungen, geschlossene Geschäfte: Die Corona-Krise hat das soziale Leben weitestgehend zum Stillstand gebracht. Auch die Porno-Industrie bekommt jetzt die Auswirkungen davon zu spüren. Weltweit stoppen Produktionsstudios Dreharbeiten.

Deutsche Amateurdarsteller setzen auf Camsex

Die deutsche Amateurpornobranche ist riesig. Erotikdarsteller veröffentlichen regelmäßig neue Pornovideos – doch damit ist nun erstmal Schluss. Wegen der Corona-Krise stellen die meisten hiesigen Pornostudios ihre Produktion vorläufig ein. Für die Pornostars bedeutet das den Verlust einer wichtigen Einnahmequelle. Es muss also eine Alternative zum Geldverdienen her. Und die ist auch schon gefunden.

Wie mehrere Pornodarsteller berichten, wird vermehrt auf Camsex gesetzt. Schließlich waren viele Amateure auch vor Corona schon als Camgirls aktiv. Einzige Änderung: Statt ein paar Stunden wird sich jetzt den halben Tag erotisch vor der Webcam geräkelt. Pro Minute heißer Livecam-Action müssen die Männer Geld bezahlen.

Auch Erotikdarstellerin und Camgirl Hanna Secret glaubt, dass sich bis auf Weiteres vieles in Richtung Camsex verlagert. „Es kann sein, dass die Videoproduktion erstmal eingeschränkt wird. Fans müssen sich darauf einstellen, dass sie erstmal weniger Filme von ihren Stars sehen“, sagt die Blondine gegenüber Bild.de. Und berichtet weiter: „Aktuell merke ich, dass die Cam sehr voll ist. Neben den Stammkunden sind auch einige neue Gesichter zu sehen.“

Schnuggie91 möchte sich in der aktuellen Lage ebenfalls auf ihre Cam-Aktivität konzentrieren. Sie erzählt: „Ich bin am Montag erst aus Innsbruck zurückgekehrt – Corona-Risikogebiet. Daher verbringe ich jetzt 14 Tage in Quarantäne und beschränke mich auf meine Webcam. Ich glaube, dass da jetzt den ganzen Tag was los sein wird.“

Aische Pervers
Pornostar Aische Pervers

Der Vorteil von Camsex ist, dass es problemlos von zu Hause aus ohne unmittelbaren Kontakt zu anderen Menschen praktiziert werden kann. Warum Fans darüber hinaus aber nicht auf Videos ihrer liebsten Amateurdarstellerinnen verzichten müssen, verrät Aische Pervers, die mittlerweile eine eigene Produktionfirma leitet, im Interview mit Bild: „Alle meine Bookings von mir und für meine Künstlerinnen, die ich betreue, wurden bis zum 20. April abgesagt. Da geht mir als Agentur und natürlich auch meinen Mädels ein wenig Geld flöten, das ist aber nicht so tragisch, da ich viel vorproduziere.“

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US-Pornostudios zu Produktionsstopp aufgefordert

Dass man auf Corona reagieren musste, hat auch die Pornoindustrie in den USA erkannt. Nachdem die Free Speech Coalition (FSC) in einem Schreiben zu einem freiwilligen Produktionsstopp aufgerufen hat, sind dem nun viele US-Pornostudios nachgekommen. Labels wie Evil Angel sowie die zur Gamma Films Group gehörenden Adult Time, Burning Angel oder Devil’s Film haben bereits alle Dreharbeiten eingestellt.

Laut Karl Bernard, CEO von Gamma Entertainment, komme man damit der Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern nach. Außerdem sehe man sich in der Pflicht, seinen Teil dazu beizutragen, dass sich COVID-19 nicht weiter auf der Welt ausbreitet.
Er führt aus, dass man nun damit beschäftige sei, Termine umzuplanen und sich alternative Wege der Produktion zu überlegen.

Wie lange der Produktionsstopp anhalten sollte, bleibt abzuwarten. Die FSC nennt in ihrem Schreiben erst einmal den 31. März als Stichtag.