Pornhub: Tor-Spiegelserver sollen Nutzer vor Hackern schützen

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Pornhub-Tor-Speigelserver

Mit Tor-Spiegelservern will Pornhub die Nutzer künftig besser schützen. Damit reagiert das Porno-Portal auf die Zunahme von Hackerangriffen und Praktiken der Überwachung.

Geschützte Pornhub-Version anonymisiert Nutzer

Wer regelmäßig Pornhub nutzt, war Datendieben bisher schutzlos ausgeliefert. Da sich niemand in Anbetracht der heiklen Thematik gerne als Pornokonsument entlarven lässt, stellte für die Tube-Pornoseite der fehlende Schutz der Nutzer vor Hackerangriffen und Überwachung eines der größten Probleme dar. Vor allem für Mitglieder der LGBTQ-Community, deren sexuelle Ausrichtung in einigen Ländern immer noch kriminalisiert wird, war der Pornokonsum mit erheblichen Risiken verbunden.

Um den Schutz der Privatsphäre zu garantieren, startet Pornhub daher jetzt eine geschützte Version der Website auf dem Webbrowser Tor. Auf dem sogenannten Spiegelserver sollen sich Identität und Standort eines Nutzers nicht mehr orten lassen. Das funktioniert, indem Daten durch eine Serie von Computern geleitet werden. Bei jedem Schritt wird das Signal aufs Neue verschlüsselt, wodurch Kriminelle spezifische Browser-Aktivitäten nicht mit einer bestimmen IP-Adresse in Verbindung bringen können. Die Nutzer können sich mehr oder weniger unbemerkt auf Pornhub bewegen.

Corey Price, Vizepräsident des Porno-Giganten, meint: „Pornhub ist die Privatsphäre und Diskretion der Nutzer am allerwichtigsten. Seit böswillige Hacker und kompromittierende Überwachungspraktiken immer größere Ausmaße annehmen, ist es unablässig, dass wir interne Sicherheitsmaßnahmen einleiten, um die Aktivitäten der Nutzer zu anonymisieren, damit diese keine Angst mehr um ihre persönlichen Informationen haben müssen.“

Weitere Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre

Pornhub ist nicht der erste Bigplayer, der die Idee hatte, mit Tor-Spiegelservern den Datenschutz zu verbessern. In den vergangenen Jahren haben bereits Firmen wie Facebook oder die „BBC“ zwecks Verschlüsselung geschützte Website-Versionen erstellt.

Aber nicht nur das: Es wurden weitere Maßnahmen getroffen, um Internetnutzer zu schützen. Zum Beispiel hat Pornhub schon 2017 das Kommunikationsprotokoll von „HTTP“ auf „HTTPS“ umgestellt. Ein Jahr später führte man dann für einen noch besseren Schutz ein Virtual Private Network (VPN) ein und akzeptiert seitdem als Zahlungsmittel auch Kryptowährungen.