Pornhub: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf den Pornokonsum aus?

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Die Corona-Krise zwingt die Menschen dazu, sich vom gesellschaftlichen Leben zu isolieren und daheim zu bleiben. Inwieweit das den Konsum von Online-Pornos beeinflusst, hat nun die Pornoseite Pornhub untersucht.

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Immer mehr Coronavirus-Suchanfragen auf Pornhub

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wurde das soziale Leben in weiten Teilen zum Stillstand gebracht. Die Menschen sind angehalten, die eigenen vier Wände so wenig wie möglich zu verlassen – eine erhebliche Einschränkung. Doch es gibt einen Bereich, der davon stark profitiert: Online-Pornografie. Das fand die Pornoseite Pornhub bei der vom Wirtschaftsmagazin Forbes in Auftrag gegebenen Untersuchung der eigenen Statistiken heraus.

Aus „Coronavirus Insights“ geht hervor, dass „coronavirus“ und „corona virus“ am 25. Januar das erste Mal bei Pornhub in die Suchleiste eingegeben worden sind. Das diesbezügliche Suchvolumen erreichte jedoch erst ab Mitte Februar einen signifikanten Wert. Vom 10. Februar bis 11. März suchten rund 7 Millionen User nach „corona“ oder „covid“. Der Höhepunkt wurde am 5. März erreicht, an dem es 1,5 Millionen Suchanfragen mit Coronavirus-Bezug gab.

Corona-Virus-Porn-Seraches

Gemessen am Durchschnitt ist in der Slowakei mit deutlichem Abstand besonders häufig auf Pornhub nach dem Coronavirus gesucht worden (+119 Prozent). Mit jeweils 88 Prozent mehr Suchanfragen als im weltweiten Durchschnitt waren auch in Bulgarien und Irland Coronavirus-Suchbegriffe sehr beliebt. Knapp dahinter sind mit +84 Prozent und +80 Prozent Malaysia und Serbien gerankt.

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In den weiteren Ländern der Statistik spielt der Coronavirus bei der Pornosuche zwar ebenfalls eine durchschnittlich wichtigere Rolle, die Prozentwerte sind jedoch gegenüber den vorderen Platzierung zu vernachlässigen. Deutschland taucht in dem Ranking sogar überhaupt nicht auf. Hierzulande werden bei Pornhub also weniger Suchanfragen mit Coronavirus-Bezug getätigt als im Durchschnitt.

Italien verzeichnet stärksten Anstieg an Pornhub-Usern

Die generelle Pornhub-Nutzung hat in den vergangenen ein bis zwei Wochen Corona-bedingt erheblich zugenommen. Das zeigen die Zahlen vom 11. März: Die Pornoseite wurde an diesem Tag weltweit um 5,7 Prozent häufiger besucht als durchschnittlich. Besonders hoch war der Traffic früh morgens gegen 2 Uhr und mittags gegen 12 Uhr mit jeweils 11 Prozent überm Durchschnitt. Auch am Abend gegen 20 Uhr wurde mit +8 Prozent Pornhub deutlich häufiger genutzt als normalerweise.

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Das Land mit den am 11. März meisten Pornhub-Usern ist wenig überraschend Italien, bei dem es sich um das vom Coronavirus am stärksten betroffene europäische Land handelt. Der Traffic beläuft sich auf 13,8 Prozent überm Durchschnitt. Dahinter auf den Plätzen zwei und drei folgen Belgien mit +12,4 Prozent und die Niederlande mit +10,9 Prozent. Deutschland liegt in dieser Statistik mit +6,7 Prozent nur auf dem dreizehnten Platz.

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Außerdem interessant: Am 12. März wurde in Gesamteuropa Pornhub um 6,6 Prozent häufiger genutzt. Mit 15,2 Prozent überm Durchschnitt war der Traffic zwischen 2 und 3 Uhr morgens besonders hoch.

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Obwohl der Coronavirus eigentlich nur Verlierer hat, in erster Linie die Menschen und dahinter Bereiche wie Wirtschaft, Kultur und nicht zu vergessen Unternehmen (vor allem kleine Firmen), gibt es einen ganz großen Gewinner: Die Online-Pornografie. Da viele ihr zu Hause nur noch zum Einkaufen verlassen – gearbeitet wird im Home-Office -, wird das Internet vermehrt für den Pornokonsum genutzt, um gegen die durch die soziale Isolation hervorgerufene Langeweile anzukämpfen. Das zeigen die Pornhub-Statistiken mehr als deutlich.