Laura* steht seit mehreren Jahren fast täglich als Camgirl vor der Kamera. Was als spontaner Nebenjob begann, entwickelte sich schnell zu ihrer Haupttätigkeit. Heute möchte sie ihre Erfahrungen als Webcam-Model weitergeben und verrät, wie ihr Einstieg verlief, worauf es ankommt und welche Portale sich für Anfänger besonders eignen.
Kurzfakten zum Einstieg als Sexcam-Girl:
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Einstieg ohne Erfahrung oder perfektes Aussehen möglich
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Anonymität und persönliche Grenzen jederzeit selbst bestimmbar
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Für den Start reichen Webcam und stabile Internetverbindung aus
- Einnahmen von mehreren tausend Euro monatlich möglich
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Erfolg basiert auf Interaktion, Regelmäßigkeit und eigener Fanbase
Warum wollte ich Webcamgirl werden?
Als ich das erste Mal von einer Freundin, die selbst als Camgirl Geld verdient, von dem Business erfuhr, war ich neugierig und dachte mir spontan: Das könntest du doch eigentlich auch selbst mal ausprobieren. So ganz nebenbei und nur zum Spaß. Denn grundsätzlich bin ich ein eher offener und zeigefreudiger Mensch, ich lebe meine Sexualität auch gerne vor anderen aus.

Gesagt, getan, ich startete meine ersten Livecams auf Plattformen, die mir meine Freundin empfohlen hatte. Und ich war wirklich überrascht, wie sehr mir das Ganze gefiel. Die flexiblen Arbeitszeiten, guten Verdienstmöglichkeiten und die Tatsache, dass ich neben Camshows weitere Inhalte wie erotische Bilder und Videos anbieten kann, sind einfach super. Nach einiger Zeit entschied ich mich daher, meinen vollen Fokus auf die Karte „Camgirl” zu setzen.
Diese Cam-Portale sind besonders gut geeignet
Da ich über die Jahre einiges an Erfahrung im Webcam-Business sammeln konnte und mit unterschiedlichen Plattformen direkt oder indirekt in Berührung gekommen bin, kann ich inzwischen relativ gut beurteilen, welche Anbieter sich lohnen und von welchen man besser die Finger lassen sollte. Eine Auswahl der besten Cam-Seiten für Neueinsteiger habe ich im Folgenden zusammengestellt.
VXmodels ermöglicht es Camgirls, mit Live-Shows flexibel von zuhause aus Geld zu verdienen. Während der Streams kann man per Chat direkt mit den Zuschauern interagieren und zusätzlich erotische Bilder und Videos verkaufen. Der Einstieg ist unkompliziert und kostenlos, sodass man schnell mit den ersten Camshows beginnen kann.

Big7 bietet Camgirls die Möglichkeit, durch Livecams, Chat und den Verkauf von Bildern und Videos Einnahmen zu erzielen. Zusätzlich kann man durch das Werben neuer Models eine Umsatzbeteiligung erhalten. Die Anmeldung ist kostenlos und eignet sich besonders gut für Einsteiger.
MyDirtyHobby (MDH) gehört zu den bekanntesten Webcam-Portalen Deutschlands. Neben Live-Sexchat können Models auch Videos und Fotos verkaufen und über ein Partnerprogramm zusätzlich Geld verdienen. Die Registrierung ist kostenlos und ermöglicht einen flexiblen Einstieg mit eigenen Preisen.
Live-Strip richtet sich speziell an angehende Camgirls und bietet flexible Arbeitszeiten sowie attraktive Verdienstmöglichkeiten. Models können selbst entscheiden, wann und wie oft sie online gehen, und profitieren von Support sowie zusätzlichen Reichweiten-Optionen wie professionellen Shootings.
LiveJasmin zählt zu den weltweit größten Cam-Plattformen und bietet flexible Verdienstmöglichkeiten durch Live-Shows, Trinkgelder und Content-Verkäufe. Funktionen wie Anonymitäts-Optionen, regelmäßige Auszahlungen und Support machen die Plattform besonders einsteigerfreundlich.
Stripchat ermöglicht einen schnellen Einstieg mit einfacher Registrierung und guten Wachstumschancen für neue Models. Einnahmen entstehen durch Trinkgelder, Fanclub-Abos sowie den Verkauf von Fotos und Videos. Interaktive Features und ein großer Nutzerstamm erleichtern den Aufbau einer eigenen Fanbase.
Chaturbate bietet einen besonders einfachen Einstieg für Camgirls und arbeitet mit einem Token-System, über das Zuschauer für Shows und Inhalte bezahlen. Neben Livecams können Models auch private Shows anbieten und über Fanclubs zusätzliche Einnahmen generieren.
Jerkmate gehört mit monatlich 100 Millionen Besuchern zu den meistbesuchten Cam-Portalen weltweit und bietet Zugang zu einem großen Publikum. Models können durch Live-Shows, private Sessions und Trinkgelder Geld verdienen. Die Plattform eignet sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Camgirls.
Welche Eigenschaften sollte man als Webcamgirl mitbringen?
Grundsätzlich kann jede volljährige Frau als Camgirl arbeiten – unabhängig von Aussehen oder Alter. Zwar sind viele Models zwischen 20 und 40 Jahre alt, doch auch ältere Frauen haben gute Chancen, eine eigene Zielgruppe aufzubauen.
Wichtiger als das Aussehen ist ein selbstbewusster Umgang mit dem eigenen Körper. Perfekte 90-60-90-Maße und Schönheitsoperationen sind keine Voraussetzung, denn viele Zuschauer bevorzugen natürliche Frauen mit authentischer Ausstrahlung.
Entscheidend ist vor allem die Bereitschaft, offen aufzutreten und sich vor der Kamera wohlzufühlen. Wer Spaß daran hat, sich zu präsentieren und mit anderen zu interagieren, bringt bereits eine wichtige Grundlage für den Einstieg als Webcamgirl mit.
Eigene Grenzen und Tabus festlegen
Sich vor der Livecam auszuziehen und aufreizend zu präsentieren, bedeutet nicht, dass man zu allem bereit sein muss. Jedes Camgirl entscheidet selbst, wie weit es gehen möchte und welche Inhalte gezeigt werden. Es ist daher wichtig, die eigenen Grenzen frühzeitig festzulegen und diese auch klar zu kommunizieren.

Niemand ist verpflichtet, sich komplett nackt zu zeigen oder bestimmte Handlungen auszuführen. Viele Models bleiben beispielsweise in Dessous oder konzentrieren sich auf ausgewählte Bereiche ihres Körpers. Gerade im Fetisch-Bereich gibt es zahlreiche Möglichkeiten – etwa Camshows, bei denen nur die Füße oder andere Körperdetails im Fokus stehen.
Wer seine Identität zusätzlich schützen möchte, kann sein Gesicht verbergen oder eine Maske tragen. Außerdem sollte man für sein Profil ein Pseudonym und nicht den echten Namen auswählen.
Dieses Equipment benötigt ein Camgirl
Um vor der Webcam arbeiten zu können, benötigt man einen PC oder Laptop mit stabiler Internetverbindung, eine Webcam und ein Mikrofon. Für eine bessere Bildqualität empfiehlt sich zusätzlich eine gute Beleuchtung, etwa durch eine Ringleuchte oder Softbox.
Auch der Bereich vor der Kamera sollte ordentlich und ansprechend gestaltet sein, damit ein positives Gesamtbild entsteht. Je nach Vorlieben können zudem Dessous, Outfits oder Sextoys verwendet werden, um die Livestreams abwechslungsreicher zu gestalten.
Vom Neuling zum professionellen Webcam-Model
Aller Anfang ist schwer – das gilt auch im Livecam-Business. Gerade zu Beginn braucht es etwas Zeit, um sich vor der Webcam sicher und wohlzufühlen.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass viele Zuschauer nicht nur zuschauen, sondern auch aktiv mit dem Camgirl interagieren möchten. Sie schätzen es, wenn man auf Nachrichten eingeht, auf ihre Wünsche reagiert und sie in die Show einbezieht. Einfach nur still vor der Kamera zu sitzen, führt daher selten zum Erfolg. Allerdings gibt es auch Voyeur-Cams, bei denen die User sich lieber zurücklehnen und passiv zuschauen.
Mit der Zeit wächst das Selbstbewusstsein automatisch, und man entwickelt ein besseres Gespür dafür, was gut ankommt. Wichtig ist, authentisch zu bleiben und sich vor der Livecam wohlzufühlen – denn Zuschauer merken schnell, ob jemand mit Spaß bei der Sache ist.
Diese No-Gos gibt es für Camgirls
Auch Camgirls sollten sich an gewisse Regeln halten, um professionell aufzutreten und das Vertrauen ihrer Zuschauer nicht zu verlieren.
Besonders wichtig ist ein diskreter Umgang mit persönlichen Informationen. Daten oder private Details, die Zuschauer in einer Camshow preisgeben, sollten niemals öffentlich gemacht oder mit anderen geteilt werden.
Ebenso sollte man vermeiden, zu aufdringlich zu wirken oder Zuschauer ständig zu Zahlungen zu drängen. Das wirkt schnell unseriös und schreckt potenzielle Stammzuschauer ab. Oft ist es sinnvoller, faire Preise anzusetzen und langfristig eine treue Fanbase aufzubauen.
Als Cam-Model erfolgreich werden: So geht's
Mit der Zeit wird einem bewusst, dass es keinen festen Plan für den Erfolg als Camgirl gibt. Jeder entwickelt seinen eigenen Stil und spricht unterschiedliche Zielgruppen an. Dennoch kann es hilfreich sein, sich auf bestimmte Nischen oder Fetische zu spezialisieren, um sich von anderen Models abzuheben.
Ebenso wichtig ist es, die eigenen Live-Shows kontinuierlich zu verbessern. Das Feedback der Zuschauer kann dabei helfen zu erkennen, was gut ankommt und wo es noch Entwicklungspotenzial gibt.

Auch Abwechslung ist wichtig. Variiere bspw. den Standort – streame nicht immer nur aus dem Schlafzimmer, sondern bspw. auch mal aus der Küche. Bringe immer wieder frische Elemente in deinen Shows ein, etwa neue Sextoys oder Outfits. Oder hast du vielleicht einen Drehpartner für eine heiße Pärchen-Show?
Social-Media-Plattformen wie Instagram oder X können dabei helfen, die eigene Reichweite zu erhöhen und neue Zuschauer zu gewinnen. Je mehr Präsenz man aufbaut, desto größer ist auch das potenzielle Publikum.
Wie gut sind die Verdienstmöglichkeiten als Livecam-Girl?
Als Cam-Model viel Geld zu verdienen, ist definitiv möglich. Die erfolgreichsten Girls kommen auf monatliche Einkünfte von mehreren tausend Euro. Allerdings ist das nicht der Regelfall.
Gerade zu Beginn belaufen sich die Einnahmen womöglich nur auf wenige hundert Euro. Je häufiger man Live-Streams veranstaltet und je mehr Stammzuschauer man hat, desto besser verdient man mit der Zeit jedoch.
* Name von der Redaktion geändert.



















