KI wird für viele Menschen offenbar auch im Schlafzimmer interessant. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass insbesondere Männer offen für Dirty Talk mit Chatbots sind – einige nutzen künstliche Intelligenz bereits für intime Gespräche und erotische Fantasien.
Mehr als jeder Fünfte kann sich Dirty Talk mit einer KI vorstellen
Der Gedanke an AI-Sex ist nicht so abwegig, wie man im ersten Moment vielleicht denken mag. Nicht nur, dass es schon längst keine technischen Hürden mehr dafür gibt, auch das Interesse daran scheint stetig zu wachsen. Dies zeigt eine neue Online-Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK im März 2026 unter rund 3.500 Frauen und Männern ab 18 Jahren.
Ergebnis: 16 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer können sich mit der Vorstellung anfreunden, sexuell anregende Nachrichten (Dirty Talk) mit einer Künstlichen Intelligenz auszutauschen – beide Geschlechter zusammengenommen ist das mehr als jeder Fünfte. 7 Prozent aller Umfrageteilnehmer und 13 Prozent der unter 30-Jährigen haben es sogar schon mal getan. Die Mitglieder der Generation Z sind gegenüber dem Thema „KI-Sex” also besonders aufgeschlossen.
Aber welchen Anreiz gibt es dafür, mit einer KI erotische Gespräche zu führen, statt dies mit einer realen Person zu tun? Patrizia Thamm, Referentin für Gesundheitsförderung von der Pronova BKK, hat darauf eine klare Antwort: „KI kann wie ein geschützter Raum erscheinen. Manchmal geht es in den Chats um Wünsche oder Vorlieben, die in echten Beziehungen nicht ausgelebt werden können oder schwer anzusprechen sind.” Allerdings gibt sie zu bedenken: „KI kann zwar intime Kommunikation simulieren, aber echte Intimität nicht ersetzen.“
Fast ein Drittel glaubt an einen Ersatz von menschlichen Partnerschaften durch AI
Die Expertin deutet damit an, was KI leisten kann, was ihr allerdings auch eine menschliche Partnerschaft voraus hat. Dennoch sind immer mehr Menschen davon überzeugt, dass eine zwischenmenschliche Beziehung mit einer KI ein zukunftsfähiges Modell ist. Konkret heißt das: 26 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer glauben, dass die KI zumindest teilweise menschliche Partnerschaften ersetzen könnte.
Zudem kann sich mehr als jeder Fünfte vorstellen, im erotischen und romantischen Sinne ein AI-Girlfriend oder -Boyfriend zu haben – 44 Prozent als Ergänzung zur bestehenden Partnerschaft mit einem anderen Menschen, 56 Prozent als Ersatz. Bei den 18- bis 29-Jährigen, die in einer Partnerschaft leben, hätten ganze 45 Prozent kein Problem mit einer sexuellen Beziehung zu einem AI-Chatbot, 65 Prozent sogar als Ersatz zu einer menschlichen Partnerschaft.
Sex- und Dating-Tipps von der KI – 39 Prozent haben es schon ausprobiert
Wer Streit in der Beziehung vermeiden oder das Sexleben verbessern will, der fragt dafür gerne auch mal die KI um Hilfe (39 Prozent). Aber auch für Fragen rund um romantische Verabredungen wird die Künstliche Intelligenz konsultiert – 16 Prozent der Befragten haben das schon getan. Von den unter 30-Jährigen sogar 31 Prozent.
44 Prozent (Männer) und 33 Prozent (Frauen) der Umfrageteilnehmer geben an, sich bei Beziehungsproblemen besser mit der KI beratschlagen zu können als mit dem Partner. Auf der anderen Seite sehen es allerdings auch 37 Prozent der befragten Männer und 32 Prozent der befragten Frauen als Trennungsgrund, wenn der Partner bei Beziehungsproblemen zu persönliche Details mit der KI teilt.














